Fertighaus nach Maß
Wenn ein Produkt „Ländle pur“ vor dem Museum of Modern Art
in New York steht, dann wird die Qualität der ganzen Vorarlberger
Holzbranche angepriesen. System3 gehörte zu den Exponaten der
Ausstellung „Home Delivery: Fabricating the Modern Dwelling“.
Es basiert auf der Teilung eines Gebäudes zwischen „Serving Unit“
und „Naked Elements“. Das erste enthält alle Serviceeinheiten,
die man in einem Haus braucht: Küche, Bad, Treppe sowie alle
Installationen für das ganze Gebäude (Strom, Heizung…). Die „Naked
Elements“ bestehen aus Holzteilen für Wände, Decken und Dächer,
sowie Fenster und Verkleidung. Alle Teile werden vorfabriziert und auf
der Baustelle in wenigen Tagen montiert.
System3 ist flexibel, also den Lebensumständen der Bewohner
entsprechend etappenweise änderbar und durch Stapelung oder
Verkettung zu erweitern. Es ist natürlich auch nachhaltig.
Das modulare Haus ist ganz aus Brettsperrholz gebaut und mit
anderen erneuerbaren, gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen
errichtet. Dank hohem Wärmeschutz und ausgeklügelter Technik
verbraucht es so wenig Energie wie möglich. Die Massivholzplatten
des Prototyps haben eine Dicke von 10 cm; der Passivhausstandard
könnte mit einer größeren Wandstärke erreicht werden.
Wie Jean Prouvé, Buckminster Fuller und Le Corbusier – damals mit
Metall – versuchen hier die Architekten die Vorteile einer industriellen
Vorfertigung (mit handwerklicher Ausführungsqualität) zu nutzen,
ohne auf die Individualität eines „customized“ Baus zu verzichten.
Diesmal mit Holz! Eine Quadratur des Kreises à la Vorarlberg…
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