Holzbau für Corporate Identity
Der Name Binder steht für eine der führenden Firmen der
europäischen Holzindustrie. Neben dem 2005 in Betrieb genommenen
Sägewerk bei Ingolstadt steht jetzt ein Gebäude mit Büro-,
Konferenz- und Seminarräumen. Es dient als architektonische
Visitenkarte des Unternehmens und soll dessen „Corporate Identity“
stärken. Natürlich wurde es aus Binder Brettsperrholz (BBS) gebaut.
Errichtet wurde es jedoch von einer Firma aus dem Ländle nach
Statikplänen eines Vorarlberger Ingenieurbüros.
Der eingeschossige Bürobau mit 55 Arbeitsplätzen steht auf einer
leichten Anhöhe. Sein H-förmiger Grundriss, an beiden Extremitäten
von überdachten Gängen gefasst, bildet zwei Höfe: im Norden, einen
„Empfangshof“; im Süden, einen privaten Außenraum mit Blick auf
das tiefer gelegene Betriebsgelände. Der querliegende Bau mit Foyer,
Cafeteria und Besprechungsräumen dient als Bindeglied zwischen
den drei Bürotrakten und dem Konferenzbereich. Die Räume sind hell
und freundlich: die Boden-zur-Decke-Verglasungen zwischen den
Außenwandelementen bringen ins Gebäude viel natürliches Licht,
das von den weißlasierten Holzflächen und dem Boden aus Kalkstein
reflektiert wird.
Errichtet wurde der Bau in drei Wochen mit Brettsperrholz-
Wandelementen, darüber liegenden Ringträgern aus Brettschichtholz
und Deckenelementen. Die Teile wurden aus Fichte produziert, mit
einer Außenschicht aus Lärche für die 276 mm dicken Außenwände.
Weil für letztere ein U-Wert von 0,436 W/m²K nachgewiesen werden
konnte, wurde auf zusätzliche Dämmung verzichtet. Das Vordach
rund um das Gebäude bringt den im Holzbau unentbehrlichen
konstruktiven Schutz.
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